Bonjour

Bonjour Manon Harrois

En finir avec le bleu du ciel

 

Zur Eröffnung der Ausstellung am
Sa., den 5. Februar 2022, von 15 – 21 Uhr
sind Sie und Ihre Freunde, unter dann geltenden G2 Regeln, herzlich eingeladen.

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We would like to welcome you to the opening of the exhibition on
Saturday, January 15, 2022, from 3 to 9 p.m.
cordially invited under the then applicable G2 rules.

 

Galerie Kai Erdmann
Schweidnitzer Str 17 · 10709 Berlin

 

Manon Harrois’ Oeuvre ist nicht zu greifen. Oder es existiert nur während des Übergangs von einer Praxis zur Anderen, von einem Land zum Nächsten. Es ist hier, da und doch nie fertig – eine Reise durch die Zeit, in der sich Harrois’ Arbeiten entwickeln, wachsen, sich verwandeln, wandern und verenden, vielleicht um zu sterben, sich zu erneuern, voranzukommen und sich wieder zu verändern. Ein wenig verhält sich Harrois wie Dieter Roth, der in seiner eigenen Ausstellungen lebt und sie ständig verändert.

 

Der präziseste und ursprünglichste Ausdruck ihrer Arbeit sind Manon Harrois’ dünne Notizbücher. Diese Aufzeichnungen sind Unikate mit Zeichnungen die Notationen menschlicher Bewegung ähneln. Sie entstehen unter anderem performativ, werden mit ihrem Körper, mit Eiern, mit zusammengesetzten und sich wieder auflösenden Stoffen und geflochtenen Haarzöpfen gestaltet.

 

Seit Mallarmé wissen wir, dass « die Welt gemacht wurde, um ein schönes Buch zu ergeben ». Aber ist das auch die Absicht von Harrois, für die die Performance einer Entwurfszeichnung gleicht? Harrois reist viel, vom Niger bis nach New York, zum Nomadenvolk der Tuareg um dort Schmuck herzustellen und zu den normadischen Fulani Westafrikas um Weben zu lernen. Vor ihrer Abreise aus Chile sprach Sie dort stundenlang über Seeelefanten. All diese Erfahrungen fliessen mit ein.

 

Im Übrigen redet Manon Harrois grundsätzlich gerne viel. Mit einem visionären Wortschwall und einer Art Anmut – die Künstlerin spricht immer wieder in Gesten – erzählt sie, dass en général ihr Werk, der Traum, die Schöpfung, wie in ihren performativen und skulpturalen Arbeiten, wie in ihren tiefdunklen ultramarinen Zeichnungen aus dem Land der « hommes bleus » kommen.

 

Nie wirklich fertig, ist Harrois in ihrem ruhelosen Schaffen stetig im Fluss, ist ihre künstlerische Arbeit aus dem Leben entnommen, ein endloser „work in progress“ – die Reise als Ziel.